Danach….
Danach…
Sie hatten sie geliebt, heftig, schmerzhaft, schnell. Ihr Körper brannte von seinen Küssen und der Derbheit, mit der er sie genommen hatte. Nie zuvor hatte sie solchen guten Sex, aber es war ihr nicht genug. Sie hatte unsägliche Lust auf Wiederholung. Wecken wollte sie ihn nicht. Noch schlief er, ein wenig unruhig, wie es schien. Sie sah ihn an, schaute seinem Schlaf zu. Der nackte Körper war nur halb bedeckt, langsam streifte sie die Decke beiseite. Er war schön, männlich, ein Musterbeispiel für gepflegte Männlichkeit – in jeder Hinsicht. Muskulöser Oberkörper, kleiner Hintern, ein Sixpack an Bauch, versehen mit einem glücklichem Schwanz in entsprechendem Maß, der richtig eingesetzt, wohltuendes Glück versprach. Ihre Augen begannen zu glitzern. Sie hatte noch Zeit, der Tristess ihres Alltags nicht entgegen zu laufen, also sollte sie ihre Chance nutzen.
Begehren
Begehren
Er trug Jeans und ein weißes Hemd, offen und locker, dazu die Jeans, die knackig saß und sein jugendlich-frisches Aussehen verstärkte. Er war so alt wie sie und hatte nichts an seiner eigenen, typischen Schönheit eingebüßt. Sein männlicher Duft umfing sie, verstärkt durch ein umwerfendes After Shave. Lächelnd drückte er sie an sich, küsste sie auf die Wange und ließ sie einsteigen. Sein Ziel war ihr unbekannt, aber mit dem Auto fuhren sie lange, in einen anderen Ort. Er mochte ihr etwas Besonderes zeigen. Sie genoss die Fahrt und konnte es doch nicht, war kaum Herr ihrer Sinne, fühlte wieder die knisternde Erotik, die sie schon bei ihrer ersten Begegnung umwehte und gegen die sie nichts unternehmen konnte.
Der Stau ( Teil 02)
Fortsetzung von Teil 01
Zwischen ihren gespreizten Beinen glänzt es feucht und ich beuge meinen Kopf ihrem Schoß entgegen, um mit meiner Zunge jeden Tropfen ihrer feuchten Lust aufzunehmen. Sie lässt ein leichtes Stöhnen aus, als ich sie mit meinen Lippen liebkose.
Meine Finger fahren über den Ansatz ihrer rasierten Scham, spielen kurz mit ihrem Bauchnabel und gleiten anschließend zu ihren Brüsten. Die sanften, weichen Rundungen liegen perfekt in meinen Händen und ich spüre, wie sich ihre Brustwarzen gierig meinen Fingern entgegen recken.
Der Stau ( Teil 01)
Der Stau
Aus der Ferne leuchten mir die Blinklichter der Autos entgegen, die den Stau bereits bemerkt haben. Ich werfe einen Blick auf die Uhr und lasse einen Seufzer aus, während ich auf die Bremse trete. Ich komme hinter einem alten VW Käfer zum stehen, der sich vor meinem Brummi noch mickriger ausnimmt als er eh schon ist. Ich kann das Ausmaß des Staus auch von meiner hohen Position aus nicht erkennen und stelle mich daher auf eine lange Wartezeit ein. Alle Hoffnungen, zum Abendessen daheim zu sein, habe ich sowie schon aufgegeben.
Die Professorin (Teil 02)
Am Abend liege ich auf meinem Bett, höre das Violinenkonzert von Mendelssohn und masturbiere dabei. Nur sind es nicht meine Hände, die sich um mein Glied legen, es sind ihre. In meinen Gedanken streichen meine Hände über ihre Schultern, gleiten über ihre Brüste und berühren die Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln. Ich stelle mir vor, wie ihre vollen Lippen meinen Penis umschließen und komme dabei so heftig, dass ich anschließend für mehrere Minuten schwer atmend auf dem Bett liegen bleibe.
Der Samstag bringt viel Sonne und einen Ausflug an den See mit Freunden und Kommilitonen. Die CD mit der Furtwängler-Aufnahme steckt wie ein Talisman in meiner Tasche. Ich ignoriere den Großteil des belanglosen Geplänkels meiner Kommilitonen und nippe an meinem Bier.
Die Professorin (Teil 01)
„Und aus diesem Grund wird Felix Mendelssohn seine größte Bedeutung immer als Wiederentdecker von Johann Sebastian Bach haben, nicht aber als eigenständiger Komponist.“
„Meine Damen und Herren, ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende. Wir sehen uns nächsten Freitag wieder.“
Das übliche Klopfen auf den Bänken. Ein wenig kürzer vielleicht als an den anderen Tagen. Schuld daran sind 30°C im Schatten und die Aussicht auf zwei freie Tage, an denen musikwissenschaftliche Bedenken nicht halb so viel Gewicht haben wie die Entscheidung für die richtige Sorte Bier.
Der Hörsaal lehrt sich schnell, aber ich bleibe noch etwas auf meinem Stuhl sitzen.
Wiedersehen
Wiedersehen
Sie sah ihn, als sie sich fast sicher war, ihn nie wieder zu sehen.
Sie kam jedes Jahr in den kleinen Ort, der ihr Heimat und Rückzug bedeutete. Sie war elf Jahre alt, als sie das erste Mal hierher kam, in das Dorf, von dem sie nichts wusste und das ihr Leben beeinflussen sollte. Es war ein sehr stiller Ort, der umgeben von lieblichen Bergen und Wald, scheinbar schlief. Hier lebten einige Kinder in ihrem Alter, mit denen sie sich traf und ihre Jugend lebte.
Da fiel er ihr schon auf. Er, der dunkelhaarige Junge, der kaum größer als sie, der sich freute, wenn sie im Ort weilte. Irgendwann in den Jahren verliebte sie sich in ihn – unsterblich und ewig. Sie war fünfzehn, als er sie zum ersten Mal küsste. An einem warmen Sommerabend, unter Rosen. Ihr erster Kuss, unvergessen und unerreicht.
Sie waren beide sechzehn, als er mit ihr schlafen wollte. Ihre Scheu war zu groß, sie lehnte ab. Ihr Gefühlszustand – jämmerlich, ihre Verliebtheit – ein Dauerzustand.